Der Liebesbegriff bei Augustin

Douban
Der Liebesbegriff bei Augustin

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ISBN: 9783865723437
autor: Hannah Arendt
editora: Philo Fine Arts
data de publicação: 2003 -7
número de páginas: 134

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Versuch einer philosophischen Interpretation

Hannah Arendt   

visão geral

Die etwa einhundertseitige Arbeit, mit der Hannah Arendt (1906–1975) 1928 bei ihrem akademischen Lehrer Karl Jaspers in Heidelberg im Fach Philosophie promovierte, behandelt den Liebesbegriff des christlichen Philosophen und Kirchenlehrers Augustinus von Hippo (354-430). In Auswertung seiner Werke sowie im Rückgriff auf die christlichen Evangelien und die Paulusbriefe erarbeitet sie eine grundlegende Differenzierung zwischen drei Arten von Liebe, der sie neben der religiösen eine wesentlich existenzphilosophische und damit existenzielle Bedeutung zuspricht:
amor (ἔρως): die auf Begehren (appetitus) beruhende weltliche Liebe, die dauernd jeweils nach Befriedigung strebt, diese aber niemals erreicht und sich so, trotz ihrer Weltbejahung, nur negativ verwirklicht.
caritas (ἀγάπη): die auf nach dem summum bonum strebende Gottesliebe, die aus der Weltlichkeit fort in den Himmel, zu Gott strebt und den paradiesischen Frieden ersehnt, dadurch aber zur Welt, die sie ablehnt, in einem dauernden Missverhältnis steht.
dilectio (στοργή): die Liebe zum Nächsten (dilectio proximi), die in der freilassenden, nicht begehrenden Zuneigung zum anderen Menschen die Gottesliebe vorwegnimmt und somit einen gottgefälligen Standpunkt in der Welt ermöglicht.
Der Liebesbegriff kreist thematisch weniger um Gott und das Verhältnis des Menschen zu ihm, als um
die Welt und ihre Weltlichkeit,
das gespannte Verhältnis des Individuums zur Welt sowie
das Problem der Mitseins mit Anderen in der Welt.

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